Existenzgründer Weiterbildung
Neues vom Blog für Existenzgründer
Am Samstag war ich auf einer hochwertigen Weiterbildung für Existenzgründer und Jungunternehmen – im Rhein/ Sieg-Kreis an der Fachhochschule. Es ging um das Thema: Lernen
Eine Definition von Lernen ist: wir müssen lebenslang lernen, um überlebensfähig zu bleiben.
Leider treffe ich immer wieder Unternehmer, die glauben, Weiterbildung sei überflüssig. Das ist dumm und schade. Natürlich gibt es bestimmte Phasen bei der Entwicklung eines erfolgreichen Unternehmens – aber lernen sollte man auf jeden Fall immer weiter.
Mein Tipp für Existenzgründer:
Phase 1:
- wer bin ich? Was will ich? was kann ich? Natürlich kann ich auch im stillen Kämmerlein mit Hilfe von Medien dieser “Ur-Frage” auf die Spur kommen – doch gemeinsam im Team und mit einer fachkundigen Moderation bekomme ich Feed-Back und Inspirationen, weiterführende Tipps und kann eine Strategie entwickeln, die mich vor Verzettelungen schützt. Zahlreiche Existenzgründerseminare werden angeboten – (Männer nehmen diese Beratung und Findung leider eher ungern in Anspruch) – und sogar bei Schulabgängern sind es vor allem Mädchen, die sich gerne und konzentriert mit Ziel und Weg auseinandersetzen wollen – und Bewusstsein in ihr Leben bringen.
Pase 2:
Unternehmens-Know-How schulen: Businessplan, Buchführung, PC-Schulungen… jeder Gründer braucht spezielle Schulungen, doch Vorsicht: man kann nicht in wenigen Stunden nachholen, was Fachleute Jahre- bis jahrzehntelang studiert und erprobt haben! Niemand kann alles alleine. Und Beratung heißt nicht, dass man sich klein macht! Rechtsberatung, Steuerberatung, betriebswirtschaftliche Beratung – unerlässlich für jeden Unternehmer
Phase 3:
“Die kontinuierliche Verbesserung” Ein Existenzgründer ist ein Lehrling. Da wachsen die Bäume selten in den Himmel – und wenn sie tatsächlich sofort “ins Kraut schießen”, rächt sich das irgendwie später. Jeder Unternehmensaufbau dauert drei bis fünf Jahre, schummeln ist schwierig. Wichtig in dieser Phase ist, Lehren anzunehmen, zuhören können, und auch schmerzliche Kritik zu schlucken. Mein Tipp: Folge bei der Weiterbildung Deiner Intuition – und suche Dir ein Netzwerk, das Dich trägt und schubst. Aber bitte: nicht nachlassen bei der Weiterbildung, bei der Entwicklung von Strategien und Ausgleichung von Schwächen. Nur wer sein Ziel definieren kann (also gelernt hat, die richtigen Fragen zu formulieren), kann die Schritte dahin bestimmen.
Phase 4:
Wachsen, Erneuern, Stabilisieren: Die Weiterbildungen nehmen ein neues Fahrwasser. Man trifft sich mit Unternehmen auf ähnlichem Niveau am Wochenende, um miteinander weiterzukommen, – und geschäftliche Kontakte anzubahnden. Häufig heißen die Themen: “Zeitmanagement, Mitarbeiterführung, Motivation etc.”. Neue Wege im Vertrieb, Öffentliche Fördermittel für Innovatuion und Wachstum, Verbundprojekte, Steuergesetze etc. überlässt man, wenn man ordentlich expandieren konnte, am liebsten seinen leitenden Angestellten…
Aber lernen müssen sie alle. Ich persönlich werde, nachdem ich meine Phase: Seminarleitung, TTT, Kommunikation und Lernen lernen beendet habe, mich der PR zuwenden. Diese Empfehlung hatte ich in meiner Jungunternehmensgruppe: “Kontinuierliche Verbesserung” von meinen Team-Kollegen bekommen. Wollte es zuerst nicht glauben, weiß jetzt, dass sie Recht haben: meine weitere Ausbildung zur Fachfrau liegt im journalistischen Bereich – schließlich arbeite ich ja schon mindestens drei Stunden täglich darin – war mir nur nicht so bewusst…











Mo, Sep 24, 2007
Allgemein, Existenzgründer