Networking in Witten und Bochum: GIT und B.F.B.M.
Neues vom Existenzgründer Blog
Viel “genetworked” in den letzten Tagen – drum eine kleine Ermahnung an alle Existenzgründer, die ja unbedingt Netzwerke brauchen. Wir wissen ja: 90 Prozent aller Aufträge kommen durch Mund-zu-Mund-Propaganda – aber für die dummen 10 Prozent “Kaltakquise” müssen wir schrecklich viel tun und meist schrecklich viel Geld ausgeben…
Also ein paar von mir spontane Regeln zum Networking:
1. das natürliche Netzwerk: wir sind ja wohl alle im Chor, in der freiwilligen Feuerwehr, im Schützenverein, Kegelverein, oder im Karnevalsverein? Ist eigentlich super, aber schlecht für Existenzgründer: wenn man immer angestellt war, und sich plötzlich selbständig macht (z.B. weil man auf dem Arbeitsmarkt wegen fortgeschrittenem Alter keine Stelle mehr findet) erlebt man in seinen Vereinen vor allem eins: die gespannte Erwartung, dass man scheitert. Gute Ratschläge, dass man zu billig ist, dass die Idee sowieso nicht funktioniert, dumme Sprüche und Gelächter. Normal, – die anderen sind ja (unglücklich) angestellt oder gehören zur heiligen “Kaufmannskaste”, die nicht gerne ungelernte Fremdeinsteiger unter sich sehen. Also: am besten nicht viel drüber reden und sich auf gar keinen Fall mit dem Leistungsangebot aufdrängen!!!
2. Business-Netzwerke: hier haben es Frauen ja viel leichter: tüchtige Vorreiterinnen z.B. Gleichstellungsbeauftragte, haben viel geschaffen, was Frau nun nutzen kann. Einfach bei Google passende Suchbegriffe eingeben – es kommt schon was! Empfehlen kann ich uneingeschränkt den B.F.B.M. (Bundesverband Frauen in Business und Management). Ist sicher in der Nähe – einfach mal kontaktieren. An die Männer: der BVMW (Bundesverband Mittelständische Wirtschaft) ist ebenfalls in ganz Deutschland vertreten. Nicht ganz billig, kann aber sehr wertvoll sein! Beim Erstkontakt mit dem zuständigen Leiter klar formulieren: “Was kann der BVMW für mich und mein Geschäft tun?”
3. Internet-Netzwerke: Xing lohnt sich meines Wissens nur richtig mit Premiummitgliedschaft (5 Euro im Monat). Doch wenn man täglich zehn bis zwanzig Minuten investiert (statt Fernsehen gemütlich am Abend), kann es sehr wertvoll sein! Nicht umsonst hat Xing zigtausend Mitglieder mit regionalen und themenbezogenen Foren – und einer guten Suchfunktion.
4. Stammtische: oft frustrierend und schlafen schnell ein. Leider hängen sich an offene Unternehmerstammtische oft besonders viele Verteter bestimmter Branchen: Unternehmensberater, Finanzdienstleister, Werbeagenturen. Und es gibt nur wenige (aber einige schon), die das Anbaggern lassen können. “Normale” Unternehmer kommen dann womöglich nicht mehr, weil sie sich “bedroht” fühlen…
5. Sonstige Netzwerke: in NRW gibt es GIT (Gründen im Team). Auf jeden Fall noch bis Ende nächsten Jahres. Ermöglichen in Ziel 2 Gebieten eine intensive Gründungsvorbereitung. Unbedingt nutzen! Frau Zimmermann und ihr Team machen das jetzt schon zehn Jahre mit großem Erfolg – und das Netzwerk trifft sich immer weiter. Alles Weitere im Netz.
So, nun noch Impressionen meiner beiden Netzwerkmeetings Montag abend: Start2grow-Abschluss und heute tagsüber: “Rütteltest” bei GIT (da war ich als Expertin eingeladen). Heute abend war ich dann noch bei der Eröffnungsveranstaltung vom B.F.B.M. in Bochum, Regionalgruppe Ruhrgebiet mit der Leiterin Anke Dahm. Eine sehr engagierte Frau, mit der die Gründergenossenschaft sicher noch viel zu tun haben wird…
………………………………………………………………Das Buffet bei start2grow. Immer bei Beginn und Abschluss eines Wettbewerbes gibt es lecker Essen für alle Teilnehmer.
………………………………………………………………………………Der Anwalt der Gründergenossenschaft Maik Swienty aus Witten (und Aufsichtsratmitglied). Engagiert sich seit vielen Jahren ehrenamtlich bei start2grow. Hat in diesem Jahr mit seiner juristischen Erfahrung in komplizierten Vertragsgestaltungen für Dr. Alexander Linden und sein Team HumanGrid den ersten Platz erkämpft: 30.000 Euro!!! (und im letzten Jahr zusammen mit unserer Steuerberaterin Monika Nikodem aus Dortmund ebenfalls den ersten Gewinner kreiert!)
………………………………………………….Meine beiden Coaching-Freunde, Dennis Arntjen und Jan von Toshiba, beim Studieren des Flyers der Messe der Gründergenossenschaft im Oktober.
…………………………………………..Der diesjährige erste Platz ging an Dr. Linden und seine Gattin mit dem Team HumanGrid. Die Beiden waren bisher Angestellte und sind echte Gründer – aber mit einem sehr erfolgsversprechenden Konzept (das ich nicht verstanden habe)
……………………………………………und schließlich eine Impression von heute mittag bei GIT. 17 Gründerteams haben sich und ihre Geschäftsidee vorgestellt – und ich muss sagen, es waren klasse Ideen dabei, die auch bei start2grow Chancen hätten!
















Di, Sep 18, 2007
Allgemein, Existenzgründer, Management