Osterspaziergang
Ich habe gelesen über eine Studie, die sich mit dem Thema “Genießen” und “Genuss” beschäftigte. Mich hat das Thema fasziniert, weil auch das Wort “Genosse” (also auch “Genossenschaft”) von “Genießen” kommt. Ein Genosse ist jemand, den man genießen kann, weil er einem Nutzen bringt – also gut tut.
Was tut einem denn noch so gut? Die Frauen denken vor allem an Kaffeklatsch – die Männer an Sportplatz und Kneipe. Und 25 Prozent der Deutschen gaben an, gar nichts genießen zu können – das nennt man dann depressiv…. Meine Familie fragte ich, was sie denn so unter Genießen verstehen, und mein jüngster Sohn antwortete: “alles, was ich langsam tun kann, genieße ich – langsam essen, in Ruhe mit Freunden zusammen sein, Zeit haben eben”. Und mein Ex-Mann versteht unter Genuss: “Wenn ich über meine Zeit selbst bestimmen kann”. Meine “große” Tochter, die jetzt Mutter ist, genießt ihr Baby aus vollen Zügen und ich??? Ich bin am liebsten draußen, in der Natur, und wenn dann noch die Sonne scheint, genieß ich das aus vollen Zügen:
Osterspaziergang
Genießen hat mit Lust zu tun,
mit Atmen, Spüren, Sinnen,
mit Langsamkeit, mit Augenblick,
Du spürst ein “Ja” tief innen.
Genießen hat mit Gott zu tun,
mit Öffnen, Wissen, Trauen,
Mit Dankbarkeit und Übermut,
in Liebe Liebe schauen.
…………………………………….Kerpen, Ostersonntag 2008












Mo, Mrz 24, 2008
Allgemein, Kolumne