Drogen im Management: immer mehr Führungskräfte nehmen Ritalin
Ritalin ist eigentlich ein Medikament, das speziell entwickelt worden ist, um Kindern zu helfen, die unter ADS (Aufmerksamkeit-Defizit-Syndrom) leiden. Doch zunehmend konsumieren Führungskräfte die Tabletten, um den steigenden Stress zu bewältigen und ununterbrochen Höchstleistungen zu bringen.
Manager, die viel unterwegs sind und wenig Erholung und Freizeit kennen, sind besonders anfällig für Alkohol, Tabletten und Drogen. Viele greifen zu Beruhigungsmitteln wie Valium oder dem Schlafmittel Noctamid. Bekannt ist der Missbrauch von Kokain, einer illegalen Droge, die leistungssteigernd wirkt, doch langfristig zu schweren Schädigungen führt und extrem schnell abhängig macht.
Seit einigen Jahren nehmen so genannte Hirndoping-Drogen zu. Das sind vor allem Ritalin und Modafinil. Der Gebrauch führt kurzfristig zu Konzentrationssteigerungen und Leistungssteigerung, doch langfristig machen die Tabletten abhängig. Außerdem verändern sie die Persönlichkeit, führen zu Aggressivität und Fahrigkeit.
Der Charakter-Typ des Suchtgefährdeten ist gekennzeichnet durch extreme Leistungsbereitschaft, Ehrgeiz und Selbstkritik. Süchtige Führungskräfte verlieren den Bezug zu ihrer Intuition, zu Empathie und selbstbewusster Gelassenheit. Die Fähigkeit zu Mitgefühl und emotionaler Bindung geht verloren.
Alternativen, um sich vor Medikamentenabhängigkeit zu schützen, liegen vor allem in der geistigen und psychischen Stille. Meditation kann helfen, sich immer wieder auf die innere Mitte und die innere Stärke zu besinnen und sich regelmäßig zu entspannen. Doch vor allem die Rahmenbedingungen im Job sind entscheidend für die psychische und körperliche Gesundheit der Verantwortung tragenden Mitarbeiter.
Quelle: harvardbusinessmanager











Do, Feb 4, 2010
Allgemein, Management