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25. April 2009:
Unternehmerinnentag NRW in Gelsenkirchen

Was ist das Geheimnis einer erfolgreichen regionalen Messe? Die Veranstalterinnen von RevierA beweisen nun schon seit 12 Jahren, dass sie dieses Erfolgsgeheimnis kennen. Denn als Veranstalter und Kongressmanagerinnen sind sie in der Lage, den Unternehmerinnentag NRW so perfekt zu organisieren, dass die Veranstaltung von Jahr zu Jahr bunter, beliebter und voller wird – sie managen sozusagen die “Loveparade” der nordrheinwestfälischen Business-Frauen. Was kann man nun für Lehren aus diesem Beispiel ziehen? Ich sprach mit Birgit Unger über Konzept und Strategie ihres Veranstaltungs-Management.
[inspic=355,left,gal,0]Cornelia Sperling und Birgit Unger, Geschäftsführerinnen von RevierA GmbH, Agentur für Kultur und Kommunikation

Das Grundlegende ist (wie wohl immer) das “Herzblut”, das hinter der Idee steckt. Reviera wurde 1987 gegründet. Als die GmbH schließlich ganz in Frauenhand überging (neben B. Unger und C. Spengler ist noch Angelika Schlüter, Leiterin der Grafik-Abteilung, Gesellschafterin), war den Geschäftsführerinnen wichtig, Kontakt zu anderen Unternehmerinnen und Managerinnen zu pflegen. Das war nicht so leicht, da sich weibliche Führungskräfte schlecht im Branchenbuch identifizieren lassen – so entstand die Idee einer Messe für genau diese Zielgruppe.

Das ist nun 12 Jahre her. 1996 konnte das Projekt zum ersten Mal verwirklicht werden – mit Unterstützung des Wirtschaftsministeriums. Dass gleich im ersten Jahr 370 Besucherinnen kamen, lag wohl am Geheimnis Nr. 2:

ein funktionierendes Networking:  Die Geschäftsführerinnen von RevierA sind aktive Netzwerkerinnen. Unter anderem Mitglied im VDU (Verband Deutscher Unternehmerinnen) – und natürlich über das Ministerium mit allen Gleichstellungsbeauftragten der Städte NRWs gut vernetzt. Da das Projekt auf ein großes Bedürfnis von beruflich selbständigen Frauen stieß, reichten diese Multiplikatoren, so dass die Veranstalterinnen selbst überwältigt waren von dem schnellen Ergebnis. Geheimnis Nr.3 ist dicht damit verknüpft:

als Kongressmanagerinnen sind Unger und Sperling erfahrene Organisatorinnen. Die Messe wurde von Jahr zu Jahr beliebter und verzeichnete immer weiteren Zuwachs, da die Besucherinnen von dem durchdachten Konzept beeindruckt waren. Von Anfang an hieß die Devise: “Nicht billig, sondern hochwertig!” Eintrittspreise von 40,00 Euro sind für eine Regional-Messe kein “Schnäppchen” – und Freikarten (wie auf so vielen Messen) gibt es tatsächlich nur 2, maximal 3 für Aussteller. Die Workshops müssen zusätzlich gebucht werden – in diesem Jahr für 50 Euro pro Seminar – ebenfalls kein Billigangebot! Somit kommen wir zu den Ausstellern:

Hier findet man kaum kommerzielle Anbieter, sondern in erster Linie Unternehmerinnen-Netzwerke, Wirtschaftsförderungen, öffentliche Träger. In diesem Jahr waren es 24 Aussteller, die durchweg den Besucherinnen wertvolle Informationen und Kontakte anbieten konnten. Der ganze Tag wird begleitet von kostenlosen Vorträgen und kostenpflichtigen Workshops, so dass Weiterbildung und Networking im Vordergrund steht – und nicht “Kundenfang”…

Das nächste Geheimnis betrifft Frauen an und für sich. Vergleicht man Business-Messen, die vor allem Männer ansprechen (also über 90 Prozent aller Business-Treffs) mit dem Unternehmerinnentag, könnte der Unterschied kaum größer sein. Überall wird in Gelsenkirchen intensiver Austausch betrieben, man lernt sich leicht kennen und kommt sehr schnell zum Thema. Frauen scheinen nicht gern Zeit zu verschwenden, und das spürt man bei den Gesprächen: “Wer bist Du, was brauchst Du, was brauch ich -können wir zusammen kommen…” mit dieser Strategie kann jemand, der beruflichen Nutzen anstrebt, in kürzester Zeit viel erreichen.

Das letzte Geheimnis ist das gute Betriebsklima von RevierA.  Der Unternehmerinnentag hat es tatsächlich geschafft, auch ohne öffentliche Fördermittel weiter zu leben -und Gewinne zu bringen – und das ist nicht zuletzt dem Engagement der Mitarbeiter zu verdanken.
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Wohl kaum jemand würde auf den Gedanken kommen, dass Shanna Akonor, die die Organisation des Tages und den Auf- und Abbau der Aussteller mit viel Eigenverantwortung übernahm und managte, bei RevierA noch in der Ausbildung ist.

An den Parkflächen konnte man ablesen, dass nur wenige Besucherinnen die Veranstaltung vor Ende verließen. Sicher werden die meisten auch nächstes Jahr wieder nach Gelsenkirchen kommen. 2009 wurden insgesamt 668 Visitor gezählt – davon 520″zahlende Kundinnen”. Aller Wahrscheinlichkeit werden es 2010 noch mehr sein. Hier noch einige Impressionen vom Unternehmerinnentag 2009 im Wissenspark Gelsenkirchen.

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Die Wirtschaftsförderung  Dortmund war mit dem Businessplanwettbewerb Start2grow nach Gelsenkirchen gekommen. Catrin Zentarra beriet den ganzen Tag über Existenzgründerinnen bei Fragen tum Businessplan – und konnte zahlreiche Expertinnen davon überzeugen, beim nächsten Wettbewerb als Coach dabei zu sein.

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Die Wirtschaftsförderung Bochum hatte dem Unternehmerinnennetzwerk G.U.T. die Chance gegeben, sich auf der Messe zu präsentieren. Sieben Frauen wechselten sich den ganzen Tag über ab, stellten ihr Leistungsangebot vor und bewarben das Netzwerk.

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Der B.F.B.M. stellt traditionell jedes Jahr auf dem Unternehmerinnentag aus. Das Netzwerk ist bundesweit mit die erste Adresse für Businessfrauen – ob selbständig oder im Management.

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