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Benutzer generierter Inhalt

Oder – wenn man es lieber auf Neudeutsch hat – User generated Content.

In Eva’s Beitrag “Mr. Wong nutzen – aber wie??” hat sie so einige Fragen zu Mr. Wong aufgeworfen. Da in den Kommentaren dazu schon viele Antworten gegeben wurden, ich aber denke das Mr. Wong im Einzelnen und viele andere Angebote im Allgemeinen ein interessantes Thema darstellen, möchte ich hier ein bischen was zum Thema “durch den Nutzer generierte Inhalte” schreiben.

Was ist das denn?

Im Grunde genommen ist das alles gar keine so wilde Sache. Es geht ganz einfach darum, dass ich bestimmte Dinge im Netz veröffentliche und andere Nutzer daraus einen Vorteil ziehen können. Im Gegenzug kann ich von den Inhalten profitieren die von anderen Menschen bereitgestellt werden.

Welche Vorteile bietet mir das?

Wenn wir uns das Beispiel Mr. Wong ansehen, dann geht es um Lesezeichen. Also um eine Sammlung von Verweisen zu interessanten Internetseiten. Hier habe ich als Nutzer zum einen den Vorteil, dass ich meine Lesezeichen (Im Internet Explorer nennt sich das “Favoriten”) nicht nur auf einem Rechner gespeichert habe. Ich kann von jedem PC mit Internetzugang meine Lesezeichen nutzen! Zum anderen fülle ich mit meinen Lesezeichen eine große Datenbank die durchsuchbar ist.

Speichere ich jetzt ein Lesezeichen mit dem Thema “Gründergenossenschaft” bei Mr. Wong und ein anderer Nutzer sucht nach diesem Thema, erhält er als Suchtreffer unter anderem einen Link zu diesem Beitrag von Eva. Dies ist sichergestellt, weil ich den Verweis zu dem genannten Beitrag mit dem Tag (oder auch “Stichwort”) Gründergenossenschaft versehen habe.

Der suchende User kann sich ziemlich sicher sein, dass er – wenn er den Verweis anklickt – wichtige und interessante Inhalte zu dem von ihm gesuchten Thema findet. Warum er sich da so sicher sein kann? Ganz einfach weil der Link von einem Menschen der sich selber mit dem Thema befasst haben wird als interessant eingestuft wurde. Ansonsten hätte dieser Mensch nämlich den Artikel sicherlich nicht seinen eigenen Lesezeichen hinzugefügt.

Diese Tatsache bietet gegenüber einer Suche bei Google einen riesen Vorteil. Google schickt sogenannte “Webcrawler” – dies ist Software die die Inhalte von Internetseiten durchsucht und nach bestimmten Algoritmen bestimmten Themen zuordnet – durch das Internet und lässt Inhalte automatisch abspeichern. Dabei besteht eine hohe Anfälligkeit für fehlerhafte Einordnung und es kommt häufig zu ziemlich komischen Suchergebnissen. Bei Mr. Wong kann ich suchen und mir sicher sein, dass die Trefferliste zu einem sehr hohen Prozentsatz qualitativ hochwertige Inhalte aufweist. Dies wäre also der zweite Nutzen den ich als Benutzer von Mr. Wong habe.

Was haben die Betreiber von Mr. Wong davon?

Natürlich stellt sich die Frage, was die Betreier von Mr. Wong von der ganzen Sache haben. Dies ist zunächst einmal nicht ganz klar ersichtlich. Natürlich möchten die Betreiber Geld mit diesem Angebot verdienen. Dies kann über direkte Werbeeinnahmen (Banner oder Textwerbung auf www.mister-wong.de) sowie über indirekte Einnahmen geschehen.

Allerdings konnte ich bisher keine konkretenAngaben dazu finden wie im Moment Geld verdient wird. Es scheint so zu sein, dass die Agentur Construktiv die ganze Sache im Moment finanziert und an der einen oder anderen Stelle ein paar Einnahmen aus Google AdSense dazu fließen lässt.

Es kann auch ganz einfach sein, dass eine gute Datenbasis und eine funktionierende Community aufgebaut werden soll. Im zweiten Step würde man dann sehen, dass Mr. Wong an einen großen Konzern verkauft werden kann. Mit so einem Coup hätten sich dann alle Investitionen gelohnt. Denn Verkäufe der letzten Monate zeigen sehr deutlich, dass Web2.0 Dienste sehr viel Geld einbringen können! Allgemein stellt sich bei vielen Diensten im Web2.0 die Frage wie Geld verdient wird und was das den Betreibern bringt.

Fazit

Angebote die dazu dienen “User generated Content” zu sammeln und zu verwerten sind nicht erst seit heute ganz groß im kommen. Mr. Wong ist im Grunde genommen von del.icio.us abgeschaut. Google sammelt mit seinen unterschiedlichen Angeboten ebenfalls kräftig Inhalte die vom User generiert werden. Wikipedia ist das wohl populärste Beispiel für User generated Content und für viele Nutzer aus dem Internet nicht mehr wegzudenken.

Abschließend möchte ich gerne noch eine Empfehlung aussprechen. Handeln Sie überlegt! Dienste die sich auf das Sammeln von Daten spezialisiert haben bieten Ihnen häufig einen großen Nutzen und tragen zur Vernetzung von Inhalten bei. Genau so können die von Ihnen abgelegten Inhalte aber auch dazu verwendet werden, unerlaubt Werbung zu verschicken oder Nutzerprofile mit vielfäligen Informationen zu erstellen. Es ist eben wie so oft. Alles was gut ist hat meistens auch eine Kehrseite. Wenn Sie aber vorsichtig sind mit dem was Sie über sich und Ihre Aktivitäten preisgeben, dann besteht keine große Gefahr des Mißbrauchs.

[Ankündigung: Mir ist das Thema "Mr. Wong" ein bischen zu kurz gekommen. Deshalb werde ich noch einen weiteren Beitrag schreiben der sich dann ganz speziell mit Mr. Wong befassen wird. Vielleicht haben Sie die eine oder andere Frage die hier noch nicht beantwortet wurde? Schreiben Sie mir einfach eine Mail (Dennis_Arntjen [at] Arcor.de), kontaktieren Sie mich per ICQ (318-150-282) oder nutzen Sie das Kommentarfeld zu diesem Beitrag.]

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