Der deutsche Mittelstand:
ein Verein alter Männer?
Gestern waren mein Netzwerkfreund Uwe Weber und ich in Bonn beim “Innovationsforum Mittelstand” vom BVMW. Ich neige nun wirklich nicht zum Meckern und Maulen, aber das war doch ernüchternd…
Das Programm bestand sehr viel aus Selbstbeweihräucherung des Gastgebers T-Mobile und langweiligen Reden, die Security war mit einem Großaufgebot da, als wären BVMW-Mitglieder äußest zwielichtige Gäste, die Parkplatzsituation war so unorganisiert, dass wir mit unseren Autoschlangen halb Bonn unterhalten haben – und dann kam als Höhepunkt die Podiumksdiskussion: “Innovation und Markterfolg – Zwei Seiten einer Medaille”.
[inspic=331,left,fullscreen,0]
Ich glaube, der jüngste “innovative Mittelständler” auf dem Podium war knapp unter 70. Was soll das? War der BVMW das seinen langjährigen Super-Mitgliedern schuldig? Bei der Frage: “Wo wollen Sie in fünf Jahren sein” wäre die beste Antwort gewesen: ‘Noch nicht im Altenheim’ – (einen der Herren musste man fast nach oben tragen)…und der Promi-Coach Edgar Geffroy (rechts), mit über 50 der Benjamin der Runde, sah den ganzen Nachmittag aus, als könne er sich selbst nicht mehr zuhören bei seinen Motivations-Glaubenssätzen (“Nicht der Große schlägt den Kleinen – der Schnelle schlägt den Langsamen, meine Damen und Herren!”). Und die Moderatorin war nicht in der Lage, sich den Namen “BVMW” zu merken – sie reihte immer wieder neue Buchstaben wild aneinander. Naja, vielleicht war es ja eine Versteckte-Kamera-Veranstaltung ohne Auflösung? Nene, das war ein Tag unnötiger Urlaub für mich – aber das Essen war wirklich lecker
Diesen Artikel weiterempfehlen

Von: Eva Ihnenfeldt
Datum: 16. Oktober 2008
Kategorie:
Tags:
Kommentare: 0
