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Erfahrungsbericht einer Unternehmensgründung Teil 1

Mein Admin Dennis hat mir empfohlen, doch nach und nach von der Gründung meiner Newsletter-Redaktion Dida News zu berichten. So als Beispiel für Existenzgründer – vielleicht ganz spannend. Also Teil 1: “wie alles begann”

Phase 1: der Sturz vom “Rapunzel-Turm”

Alles begann so, dass ich mein “altes Leben” plötzlich nicht mehr weiterführen konnte. Vier Jahre lang hatte mich mich auf den Aufbau der Gründergenossenschaft Witten eG konzentriert, hatte viele persönliche Opfer gebracht (wie viele Jungunternehmer)- und mein eigenes finanzielles Wohl immer ganz nach hinten gestellt. Bis…bis mir mein absoluter Hauptauftraggeber nach Pfingsten plötzlich und unvermittelt wegbrach. Peng. Da stand ich. Genau genommen am 3. Juni 2008. Hatte es schon ein, zwei Wochen vorher gemerkt. Und da fingen meine Überlebensfähigkeiten schon an, sich zu rühren und zu mehren wie weiße Blutkörperchen nach einer Infektion…

Phase 2: die Idee wird gezeugt

Erst einmal war schlecht schlafen und schlecht essen angesagt (ich habe 5 Kilo abgenommen – jeah!) . Grübeln, puzzlen, denken, forschen. Ziemlich schnell hatte ich des Rätsels Lösung zusammen: – was mach ich am liebsten, besten, schnellsten …. Schon oft hatten mir Leute gesagt, ich hätte Schreibtalent. Und seit ich den Blog und den Newsletter der Gründergenossenschaft schrieb, nahmen dies Stimmen zu.
Also: reden, schreiben, begeistern, verkaufen, vermitteln, Unternehmen unterstützen = Newsletter-Redaktion!

Phase 3: Ideen-Kinder zeugen ist nicht schwer, aber dann…!

Vier Jahre lang war ich die Existenzgründer-Sprechstunde der Gründergenossenschaft. Habe bestimmt 500 Erstgespräche mit Gründungswilligen geführt, die ich danach vor allem an einen Unternehmensberater für die Erarbeitung des Businessplans vermittelte. Ich war immer davon überzeugt, dass man ohne fachkundige betriebswirtschaftliche Begleitung verloren ist. Ich braucht also den/die bestmöglche/n Berater/in. Außerdem brauchte ich

  1. Entlastung meiner wirtschaftlichen Sorgen
  2. einen festen Zeitplan, bis wann die Gründung erfolgt sein sollte
  3. Überblick über das Budget, das ich bereit war, in die Gründung zu investieren.

Also ging ich erst einmal frohen Mutes zu Start2grow, um mich gemeinsam mit meinem Koopertaionspartner Dietmar Bätzel (Programmierer, Webdesigner, CMS-Spezialist) für den IT-Wettbewerb anzumelden. So hatte ich das Gründungs-Datum: 18. August 2008 ist Abgabetermin – schon mal klar. Sechs Wochen Zeit – genau die Sommerferien.
Beratung und Begleitung leiteten sich aus dem Businessplan-Wettbewerb ab: Sabine Drechsler (Unternehmensberaterin), Monika Nikodem (Steuerberaterin) und Maik Swienty (Rechtsanwalt) sind seit Jahren ehrenamtlich als Coaches bei start2grow dabei – und ein besseres Team kann man wohl kaum aus dem Hut zaubern!

Entlastung aus finanziellen Sorgen: ich hatte jahrelang in die freiwillige Arbeitslosenversicherung für Selbständige eingezahlt. Nun war der Versicherungsfall eingetreten. Musste mich zwar erst überwinden, zum Arbeitsamt zu gehen, aber die Mitarbeiter machten es mir leicht. Ich musste noch nicht einmal mein Gewerbe abmelden. Es war kar, dass es sich nur um einen kurzfristigen Notfall handelte, und es wurde sofort und unkompliziert akzeptiert. (Allerdings war der Bezug von Arbeitslosengeld damit verbunden, die ehrenamtliche Tätigkeit als Vorstand der Gründergenossenschaft aufzugeben). Vielen Dank nochmals dafür. Da fing ich wieder an zu essen und zu schlafen…

Budget: mir war klar, dass ich professionelle betriebswirtschaftliche Begleitung wollte für den Businessplan – und eine ausbau- und leistungsfähige Internetseite mit Newsletter-Tool. Für die Gründungsbegleitung mit vier Tagewerken gibt es 50 Prozent Zuschuss vom Staat (also statt 2.000 Euro blieben nur 1.000 Euro zzgl. Ust) und das CMS-System für die Dida-News kostete 750 Euro zzgl. Ust. Eine gute Kamera kam hinzu mit 400 Euro. Dann noch die Einrichtung des Büros am Rheinlanddamm in Dortmund ab 1.9.08 schätzungsweise (da teilmöbliert gemietet) 300 Euro. Macht Summa summarum: mit Kleinigkeiten wie Gewerbeummeldung 20 Euro, 1000 Flyer 90 Euro, 200 Visitenkarten 40 Euro … gut geschätzt,  all inclusive 3.000 Euro. Was ich immer allen Gründern gesagt habe: eine Existenzgründung kostet immer, auch wenn sie noch so klein gehalten wird, 3.000 Euro.

Nächste Folge: wie wird aus der Geschäftsidee eine tragfähige Geschäftskonzeption…

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Kommentare zu Erfahrungsbericht einer Unternehmensgründung Teil 1

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Karl Dilly 12. August um 12:24 Uhr


Die gute Frau Ihnenfeldt – offen und konkret – so gesehen ein seltenes Exemplar – und zwar ein sehr ermunterndes!

Was ich neben Vielem unterstreichen kann:
“Ziemlich schnell hatte ich des Rätsels Lösung zusammen: – was mach ich am liebsten, besten, schnellsten ….”

Das ist es, was uns hilft. Mit meinen Worten:
- Was geht Dir leicht und flott von der Hand?
- Wann kommt Freude auf?
- Wann vergessen Sie die Zeit?
- Wann machen Dir hohe Anstrengungen nichts aus – beleben Dich sogar?”
- Worauf freust Du Dich – jeden Morgen?
- Was tust Du dafür, dass sich der Tag für Dich lohnt?
- Ich akzeptiere, was unveränderbar ist.
- Ich mache den ersten Schritt.

Alles Kompetenzen für den erfolgreichen Umgang mit sich selbst. Damit fängt das Selbstwertgefühl und der Erfolg an. Wer mit sich selbst klar kommt, hat eine gute (und unverzichtbare)Basis, auch mit anderen zurecht zu kommen.

Darum, Frau Ihnenfeldt, mache ich mir um Sie auch keine Sorgen.

Herzliche Grüße
Karl Dilly

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Eva Ihnenfeldt 12. August um 12:38 Uhr


Na dann mach ich mir um mich auch keine Sorgen! :grin: Danke schön!!!

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Gerhard Spannbauer 12. August um 15:47 Uhr


Dieser Erfahrungsbericht spricht für Sie! Kompliment, besonders für die Offenheit. Ich wünsche Ihnen viel, viel Erfolg und halten Sie weiter Ihre Ziele lebendig. Diese Tätigkeit scheint Ihre Leidenschaft zu sein und damit haben Sie einen wesentlichen Erfolgsbaustein erfüllt, denn erfolgreich wird man nur in einem Gebiet, für das man eben diese innere Flamme in sich trägt. Es kann eigentlich nichts mehr schief gehen. ich wünsche Ihnen, dass Sie jetzt Ihre finanziellen Ziele mehr in den Vordergrund stellen und Ihre Zukunft erschaffen.

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Reinhard Fischbach 12. August um 16:05 Uhr


Sehr geehrte Frau Ihnenfeldt,

ich habe hier zwei ganz tolle Kalendersprüche die absolut auf Sie zugeschnitten sind:

“Was Du in anderen Menschen entzünden willst, muss in Dir selbst brennen”

und

“Suche nicht in den Wolken, was vor Deinen Füßen liegt.”

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen die Beste Gesundheit. Der Rest kommt bei Ihnen dann fast von ganz alleine. Denn bei diesem Temperament kommt keine an Ihnen vorbei.

Weiterhin alles Liebe und Gute

Ihr Reinhard Fischbach

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Eva Ihnenfeldt 12. August um 18:30 Uhr


Ich bin ganz gerührt. So viele guten Wünsche. Möge ich tatsächlich meine finanziellen Ziel mehr in den Vordergrund stellen! Ich habe nämlich nicht vor, mich wie ein gehetztes Kaninchen durch den Rest der paar Jahre zu wühlen, – sind ja man gerade noch 15, max. 20 Arbeitsjahre – die will ich
1. voll genießen und
2. anschließend einen finanziell sorgenfreien Lebensabend im Kreise meiner lieben Familie verbringen – mit Urenkeln auf dem Schoß auf einer Bank im Grünen…