SteadyNews - Existenzgründer-News, Web 2.0 Marketing, News für Selbständige und Unternehmer

11

Fotos aus Tczew und Danzig= Gdansk

Heute möchte ich einfach ein paar Fotos aus Tczew und Danzig (Gdansk) zeigen. Ich hatte das große Glück, dass es noch einmal am vergangenen Mittwoch geschneit hatte – hier in Witten war ja den ganzen Winter über so gut wie ein Schnee… und die restlichen Tage schien zumeist die Sonne. So konnte ich sehr schöne Bilder von der berühmten Weichselbrücke aufnehmen, die als Verbindungstor zwischen Deutschland und dem Osten lange Zeit von großer Bedeutung war…

[inspic=206,left,fullscreen,0]

…………………………………………………………………………………………………

[inspic=205,left,fullscreen,0]………………………………………….was für ein traumhafter Spaziergang – die ganze Zeit die Sonne im Rücken, und die Brücke, deren historische Türme leider sehr verfallen sind, rückte immer näher. Leider ist Tczew nicht imstande, die teuren Instandsetzungsarbeiten zu bezahlen, und als kreisangehörige Stadt ist man ja immer auf die Interessenslagen aller dazugehörigen Gemeinden angewiesen. Wollen wir hoffen, dass Vater Zahn Zeit nicht schneller ist als die Wiederherstellung der Türme der Weichselbrücke (über die aber weiterhin die Eisenbahn rattert) :)

[inspic=207,left,fullscreen,0]…………………………………………….der Friedhof von Tczew im Schnee – Mittwoch nachmittag. Die Polen gehen häufig ihre schlafenden Angehörigen besuchen, kaufen mindestens einmal wöchentlich Grablichter, schmücken im Winter die Gräber mit künstlichen Blumen; und alles liegt da bunt geschmückt, flackernd, lebendig vor den Augen der erstaunten Besucherin, die sich ruhig eine Scheibe davon abschneiden könnte…

[inspic=204,left,fullscreen,0]……………………………………………………………..noch ein Foto mit dem letzten Schnee 2008. Doch an einem sehr gruseligen Ort: in diesem Wald ermordeten die Nazis über 7.000 polnische Menschen aus Danzig und Umgebung in der Zeit von 1939 bis 1945. Der Wald trieft sozusagen vor Blut, Gewalt und Menschenverachtung. Die ganze polnische Intelligenz wurde vernichtet, die geistig und psychisch Erkrankten, die Widerstandskämpfer, Juden und was den Verbrechern noch so im Weg stand… übrig bleiben sollten ja nur ungebildete einfache Arbeitskräfte, die mit billigem Essen die Sklavenarbeit fürs Herrenvolk verrichten sollten. Ob man nachts, wenn man hier übernachten würde, auf Geister trifft?

[inspic=211,left,gal,0]…………………………………………………..wir trafen immerhin auf eine dicke, schwarze Schlange, die sich in der Sonne die Haut wärmte.

[inspic=209,left,fullscreen,0]……………………………………………………………..Danzig nach der “Befreiung” 1945. Tja, nicht nur die Deutschen waren Verbrecher: da ja Gdansk als “deutsches Eigentum” angesehen wurde, gab es keinen Grund, sie zu zerstören, und so stand die herrliche Stadt bei Kriegsende noch unversehrt da – doch dann räumten die Russen so richtig auf. Alles wurde abgefackelt, geplündert, zerstört und was weiß ich noch für Gemeinheiten an der Bevölkerung verübt.

[inspic=214,left,gal,0]……………………………………………………………………………….doch in den 50er Jahren haben die fleißigen Danziger Stein für Stein die historische Stadt wieder aufgebaut, mit nummerierten Steinen gepuzzelt- in einem von den Sowjets beherrschten Staat, der dies gewiss nicht unterstützt hat. Es ist einfach unglaublich: als wäre nie etwas geschehen! Alles wieder da! Die Kirchen, die historischen Bauten, Museen, Wohnhäuser usw. Hier ein Blick über die Lange Straße, auf der die Könige sich dem Volk immer präsentierten, indem sie winkend in der Kutsche rauf und runter fuhren…

[inspic=215,left,gal,0]………………………………………………………………………………..zwei Stunden später: die Lange Straße im Regen

[inspic=213,left,gal,0]………………………………………………………………………………das berühmte “Goldene Haus”. Wunderschön erstrahlt es mit den vier Kardinaltugenden auf dem Dach. Na, wie heißen sie denn noch gleich?

[inspic=212,left,gal,0]………………………………………………………………………………am berühmtesten ist aber doch das Danziger Kranentor. Warum? Weil es drei Funktionen gleichzeitig hat(te): Kran, um Schiffe zu entladen, Tor, um durchzugehen, und Turm, um zu speichern

[inspic=210,left,gal,0]………………………………………………………..und zum Abschied mein Held: Jan Sobieski, der mutige polnische König, der die Polen von wem noch mal befreite? Und nach dem eine leckere polnische Zigarettenmarke benannt ist. Schade, dass ich nicht mehr rauche, für Jan hätte ich mit gerne noch einmal eine angesteckt. Auf Ihr Wohl, Eure Majestät!

Diesen Artikel weiterempfehlen

Kommentare zu Fotos aus Tczew und Danzig= Gdansk

1

Ala 1. April um 22:46 Uhr


Super!
mein Welt auf deinen Fotos geffaellt mir besser als in Wirklichkeit.
Danke

2

Eva Ihnenfeldt 2. April um 16:10 Uhr


Ich freu mich so sehr, Dich bald wiederzusehen! Hoffentlich habe ich auch ein bisschen Zeit für Euch und wir können ein wenig shoppen gehen oder so…
Du bist ein wunderbarer Mensch

3

Anke Dahm 3. April um 13:33 Uhr


Liebe Eva,

beeindruckende Bilder….wunderschön!

4

Eva Ihnenfeldt 3. April um 14:03 Uhr


Tja, vielleicht fährst ja Du nächstes Frühjahr mit!!! Kann es nur empfehlen – dann kannst Du Pflegedienste und Krankenhäuser inspizieren – und Steuerberater interviewen und Frauennetzwerke (die es da gar nicht gibt :( )

5

Doris Frohne 3. April um 18:43 Uhr


Durch Ihre Berichte und Fotos lassen Sie uns teilhaben an Ihrer Reise – sehr interessant und beeindruckend.
Zu Ihrer Frage nach den Kardinaltugenden (Darstellung am Goldenen Haus)möchte ich ergänzen:
“Gerechtigkeit, Tapferkeit, Weisheit und Mäßigung.”
Die Legende besagt, dass mitunter in den Fluren des Hauses der Geist der schönen Judith (Frau des Bürgermeisters Speymann, zu dessen Ehren das Haus gebaut wurde) flüstert: “Übe Gerechtigkeit, fürchte dich vor niemanden.”
Frauen begegnen Frauen – im Geiste auch der schönen Judith.

6

Elisa 3. April um 22:54 Uhr


Sehr schön Mam!
Polen ist einfach ein tolles Land und es gefällt mir mich in seinen Straßen stehend zu fühlen…!!

7

Eva Ihnenfeldt 4. April um 10:54 Uhr


“Gerechtigkeit – Tapferkeit – Weisheit – Mäßigung”

Danke, Frau Frohne – darf ich da mal was darüber schreiben: “Übe Gerechtigkeit, fürchte Dich vor niemandem?”
Da hilft nämlich (weiß ich aus eigener Erkenntnis) nur üben, üben, üben :)

8

Eva Ihnenfeldt 4. April um 11:01 Uhr


Mein liebes Lieschen,
dann lass uns doch mal ganz bald mit Deinem Mann und Baby dort urlauben! Fliegen kann man schon nach Danzig für 60 Euro hin und zurück – und unsere Unterkunft (technisches Internat) kostete 10 Euro im DZ pro Nacht – Frühstück 3,50 Euro.
Gwewiss ist es kein Problem, ein schönes Ferienhaus an einem der tausend Seen zu mieten…
Essen waren wir eimal in einer hervorragenden “Fischbude” mit Fisch, der kurz zuvor im eigenen Teich gefangen wurde und selbstgemachten Pommes aus frischen Kartoffeln: für 20 Euro für sechs Personen!!!
Es geht also auch wirklich noch noch(!) preiswert in Polen!

9

Doris Frohne 4. April um 18:30 Uhr


Hallo Frau Ihnenfeldt,
ich freue mich,wenn Sie das Zitat der schönen Judith aufgreifen und bin gespannt auf Ihre ideenreichen Überlegungen.
MfG u. schönes Wochenend!

10

Eva Ihnenfeldt 7. April um 11:23 Uhr


Zumindest habe ich am Wochenende viel darüber nachgedacht – danke für die Blumen – und bis bald!!!

11

Sabine Dietrich-Schledorn 9. April um 15:35 Uhr


Liebe Frau Ihnenfeldt!

Danke für den Tipp mit Ihren Fotos. Ich freue mich, daß ich so etwas mitreisen konnte.

Sie haben mir sehr gefallen und zwischen meiner Arbeit eine schöne Abwechselung!

Vielen Dank!

Lassen Sie es sich gut gehen.

Sabine Dietrich-Schledorn