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GIT = Gründen im Team, das Experimentierfeld für Existenzgründer

Neues vom Existenzgründer-Blog

Am Donnerstag morgen ist bei uns im FEZ eine Informationsveranstaltung von Gründen im Team.

Ich wurde gebeten, mit auf dem Podium dabei zu sein, um potentiellen Workshop-Teilnehmern zu erzählen, wie ich selbst damals, Anfang 2004, über GIT den Aufbau meines Unternehmens (ok “unseres Unternehmens”…) begann. Und ich erinnere mich, – wenn meine letzte Chefin mich nicht so schrecklich gemobbt hätte, ich wäre wahrscheinlich heute irgendwo Erzieherin mit einem kleinen Gehalt, mit Urlaubsanspruch, und mit dem Wunsch, dass sich in Zukunft so wenig wie möglich verändern möge.

Mobbing ist was Feines. Entweder Du verendest darin, oder Du wagst einen Befreiungsschlag. Entweder Du lässt Dir alles gefallen, oder Du wehrst Dich.

Ich werde dieses Horrorjahr in einer Vorschule Herdeckes nie vergessen. Da dachte ich, ich wäre eine erfahrene Mutter mit vier Kindern, eine erfolgreiche Kindergruppen-Leiterin, die mit ganz schön anspruchsvollen Kindern gut gearbeitet hat, und nicht zuletzt eine superbeliebte Musterschülerin im Erzieherseminar mit lauter Einsen – und plötzlich war ich ein Nichts, eine Versagerin, ein äußerst verdächtige Subjekt.

Und es funktionierte ganz schnell, schon nach wenigen Wochen glaubte ich selbst daran! Da half es gar nichts, dass meine Kinder schimpften, ich sollte mir so einen Quatsch nicht einreden lassen, und meine Freunde (und meine lieben Nachbarn Beate und Frank) versuchten, mich irgendwie aufzubauen. Noch heute, wenn ich daran zurückdenke, wird mir plötzlich das Atmen ganz schwer, so sehr hat mich das fertig gemacht. Unglaublich.

Später habe ich von ihren Kolleginnen (die mir hinter vorgehaltener Hand gestanden, ebenfalls unter ihrer selbstherrlichen Art zu leiden) erfahren, dass sie wohl in ihrer Ehe eine äußerst unangenehme Phase durchleben musste (ihr Mann war Porschefahrer…), aber das tat noch nicht einmal gut. Rache wollte ich gar nicht, ich wollte nur überleben.

Aaaaber alles ist ja für irgendwas gut (in meiner Verzweiflung habe ich damals sogar auf der Fahrt zur Arbeit immer den Rosenkranz gebetet, wirklich unglaublich!) , und als ich endlich aus dieser Hölle entronnen war, wusste ich, nie nie wieder wird mir so etwas passieren, nie wieder will ich von einer Arbeitsstelle abhängig sein und dem Wohl und Wehe eines mit sich selbst unreinem Vorgesetzten ausgeliefert arbeiten!

Ja, und so kam ich zu GIT, entschlossen, mich irgendwie selbständig zu machen, egal was passiert. Und da habe ich innerhalb von drei Monaten gelernt, was Selbständigkeit bedeutet, wie man ein Konzept aufbaut und woran man erkennt, ob eine Geschäftsidee sich lohnen kann. – Und viele tolle Leute habe ich kennen gelernt, vom Facharbeiter bis zum Coca-Cola-Manager.
Ich freue mich auf Donnerstag, und ich wünsche dem Team vom RKW, dass möglichst viele Gründer sich für das (kostenlose!) intensive Seminar entscheiden. Damals waren wir 70 (!), die mit dem Prozess begannen, und viele davon haben es wirklich geschafft. Einige werden Donnerstag mit mir auf dem Podium sitzen und von ihren Erfahrungen berichten, vielleicht kann ich ja danach ein wenig über ihre Erfolge berichten?!

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