Präsident Barack Obama – und die Reaktion der Deutschen
Heute schon geweint? Ich schon – vor Rührung und Freude. Habe sogar den Fernseher eingeschaltet und taufrisch ganz früh die feiernden tanzenden Amerikaner sehen können, die erste Rede vom neuen Präsidenten gehört, die jubelnden Schwarzen und Weißen, die sich nach Frieden sehnen und nach einem gemeinsamen Aufbau des zerschrotteten “Geld, Macht und Religion-Gier-Systems”. Und wenn er nur Guantanamo schließt und sonst gar nichts erreicht, hat sich der Aufwand meiner Meinung nach schon gelohnt.
Ja, und dann habe ich im Radio im Morgengespräch die deutschen Reaktionen von Anrufern erlebt, von irgendwelchen Hörern von WDR 5. Herrlich, deutsche Bedenkenträger. Zwei Frauen haben sich (ähnlich “naiv” wie ich) gefreut – alle anderen Hörer war die Begeisterung nur äußerst suspekt! Genial, was für Arguemnte da kamen! Am besten fand ich einen, der weise Helmut Schmidt zitierte: “Ein Mensch mit Visionen wird später ein A….” Ein anderer mahnte, dass Träume nur Schäume seien, und ein dritter vermutete, dass sich hinter dem Phänomen Obama nur ein Marketing-Produkt verbirgt, auf das die Amis in einer Art Massen-Hysterie hereinfallen. Oh, das wird böse, böse enden…
Ich hingegen lebe ja nun ausschließlich in der Gegenwart. Und in dieser Gegenwart lebt dieser Traum gerade auf den Straßen amerikanischer Großstädte, feiert, tanzt und umarmt sich – schwarz und weiß, jung und alt, reich und arm. Und wünscht sich von ganzem Herzen alles alles Gute. Ich bin glücklich – nur für diesen herrlichen jetzigen Moment. Die Rede des ersten afroamerikanischen Präsidentn der USA, dem 44. Präsidenten Barack Obama
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Von: Eva Ihnenfeldt
Datum: 05. November 2008
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